GOLF

Platzordnung


Platzordnung

1) Platz- und Sonderplatzregeln

Out:

Wird durch weiße Pfähle oder die den Platz umschließenden Zäune gekennzeichnet. Sofern weiße Linien die Platzgrenze kennzeichnen haben diese den Vorrang.

Hemmnisse:

Wege, Sprinkler, Entfernungsmarker und Schachtabdeckungen, alle durch Pfähle, Manschetten, Bändern oder Seilen gestützte oder markierte Anpflanzungen sowie Schutzzäune (Netz beim Abschlag 2/11, zwischen Abschlag Loch 9/18 und Grün 5/14 sowie zwischen Abschlag Loch 8/17 und Spielbahn Loch 9/18) gelten als unbewegliche Hemmnisse.

Steine im Bunker gelten als bewegliche Hemmnisse.

Der Spieler darf den nächstgelegenen Punkt der Erleichterung weder durch Kreuzen unter dem Hemmnis hindurch noch darüber hinweg sowie durch das Hemmnis hindurch feststellen!

Bestandteile des Platzes (Regel 33-2):

Baum- sowie Buschscheiben sind integrierte Bestandteile des Platzes – kein Freedrop. Hält der Spieler seinen Ball für unspielbar so ist nach Regel 28 (Ball unspielbar) vorzugehen.

Boden in Ausbesserung :

Als „Boden in Ausbesserung“ gelten:

Durch blaue Pflöcke, Absperrbänder und/oder weiße Einkreisungen gekennzeichnete Flächen.

Gesandete Flächen auf den Fairways oder rund um das Grün.

Kahle Stellen am Fairway, am Grün oder am Vorgrün.

Frisch angesäte Rasenflächen.

Aus als „Boden in Ausbesserung“ gekennzeichneten Flächen darf nicht gespielt werden. Diese Erleichterung muss immer in Anspruch genommen werden.

Keine Erleichterung für Behinderung der Standposition durch ein Loch, Aufgeworfenes oder Laufwege eines Erdgänge grabenden Tiers.

Strom- und Hochspannungsleitungen:

Trifft ein Ball eine erhöhte Strom- oder Telefonleitung, muss der Schlag ohne Strafschlag sofort wiederholt werden (Regel 20-5). Ist der Ball nicht unverzüglich wieder zu erlangen, darf er durch einen anderen Ball ersetzt werden.

Ausnahme: Trifft der Ball einen Mast, darf der Schlag nicht wiederholt werden.

Eingebetteter Ball (Regel 25-2)

Ist im Gelände ein Ball in sein eigenes Einschlagloch im Boden eingebettet, so darf er straflos aufgenommen, gereinigt und so nahe wie möglich der Stelle, an der er lag, jedoch nicht näher zum Loch, fallen gelassen werden. Der Ball muss beim Fallenlassen zuerst auf einem Teil des Platzes im Gelände auftreffen.

Ausnahme 1: Ein Spieler darf Erleichterung nach dieser Platzregel nicht in Anspruch nehmen, wenn der Ball im Sand auf einer nicht kurzgemähten Fläche eingebettet ist.

Ausnahme 2: Ein Spieler darf Erleichterung nach dieser Platzregel nicht in Anspruch nehmen, wenn der Schlag wegen einer Behinderung durch irgendetwas anderes als den Umstand nach dieser Platzregel eindeutig undurchführbar ist.

Unbewegliche Hemmnisse nahe am Grün:

Erleichterung von Behinderung durch ein unbewegliches Hemmnis darf nach Regel 24-2 in Anspruch genommen werden. Zusätzlich gilt: liegt ein Ball im Gelände und befindet sich ein unbewegliches Hemmnis auf dem Grün oder innerhalb zweier Schlägerlängen vom Grün und auch innerhalb zweier Schlägerlängen vom Ball entfernt auf der Spiellinie zwischen Ball und Loch, so darf der Spieler wie folgt Erleichterung in Anspruch nehmen:

Der Ball muss aufgenommen und an der seiner ursprünglichen Lage nächstgelegenen Stelle

(a) nicht näher zum Loch,

(b) frei von Behinderung und

(c) nicht in einem Hindernis oder auf einem Grün

fallengelassen werden.

Entfernungsmesser (Regel 14-3):

Für alle Spiele auf dem Platz darf ein Spieler sich über Entfernungen informieren, indem er ein Gerät verwendet, das ausschließlich Entfernungen misst. Benutzt ein Spieler während der festgesetzten Runde ein Gerät, mit dem andere Umstände geschätzt oder gemessen werden können, die sein Spiel beeinflussen können (z.B. Steigung, Windgeschwindigkeit, Temperatur usw.), so verstößt der Spieler gegen Regel 14-3.

Strafe: Disqualifikation, ungeachtet ob die zusätzliche Funktion tatsächlich benutzt wurde.

Grundstrafe für den Verstoß gegen eine Platzregel:

Lochspiel: Lochverlust

Zählspiel: 2 Strafschläge

2) Platzordnung

Spielbahn 1 oder 2:

Wenn ein Ball auf den Spielbahnen 1 oder 2 links über den Zaun ins Out geschlagen wird ist sofort nach der Runde im Sekretariat des Golfclubs folgendes zu melden:

1) Uhrzeit des Vorfalls

2) Ballmarke (z.B. Nike 3, Wilson 1, etc.)

3) ungefährer Punkt, an dem der Ball den Out-Zaun überquert hat, auf der Platzskizze.

Spielbahn 5:

Vor dem Ausführen eines Schlages zum Abkürzen über die Out-Grenzen auf Loch 5 muss sich ein Spieler des Flights persönlich vergewissern, dass sich vor Ihnen keine anderen Spieler auf der Spielbahn 5 oder auf dem Grün 5 befinden. Beim Abkürzen über die Out-Grenze sollte auch auf eventuell außerhalb des Platzes stehende oder gehende Fußgänger Rücksicht genommen werden

Abschlag 6:

Es darf KEINESFALLS abgeschlagen werden, solange sich andere Spieler am Abschlag von Loch 7 oder noch auf dem Fairway hinter dem Grün von Loch 6 befinden.

Bei Zuwiderhandlung: Platzverweis und € 50,– Strafe für die Jugendkasse.

Anmeldung:

Mitglieder melden sich vor dem Betreten des Platzes an der Rezeption. Die Jahresplakette ist sichtbar am Golfbag anzubringen.

Greenfee-Spieler lösen ihre Greenfee-Karte (nicht übertragbar) vor Antritt der Runde im Sekretariat und bringen diese sichtbar an ihrer Golftasche an.

Für Gäste gilt eine maximale Stammvorgabe von -45 als Spielberechtigung.

Startzeiten:

Das Spielen ohne einer vereinbarten Startzeit ist nicht gestattet. Die Startzeit kann online, telefonisch oder persönlich im Sekretariat reserviert werden. Es ist für jede Runde über 9 Löcher eine eigene Startzeit einzutragen.

Rangebälle:

Es ist ausnahmslos verboten auf dem Golfplatz Rangebälle zu verwenden! Zuwiderhandeln wird mit Platzverweis geahndet.

Schonung der Abschläge:

Auf den Abschlägen dürfen keine Probeschwünge gemacht werden (Probeschwünge, bei denen der Boden nicht berührt wird, sind jedoch gestattet).

Ballfischen:

Das Suchen von Bällen mit Ballangeln ist nur dann erlaubt, wenn andere Flights dadurch nicht behindert oder aufgehalten werden. Es ist strengstens verboten, mit dem Bunkerrechen in den Teichen nach Bällen zu fischen (Folie kann beschädigt werden).

Bei Zuwiderhandlung: Platzverweis und € 50,– Strafe für die Jugendkasse.

Teiche:

Es ist strengstens verboten die Teiche mit Schuhen zu betreten (Folie kann beschädigt werden).

Bei Zuwiderhandlung: siehe Punkt „Ballfischen“.

Nur einen Ball spielen:

Es darf immer nur mit einem Ball gespielt werden. Runden, bei denen beim Spielen eines Loches mehr als ein Ball abwechselnd gespielt wird, sind nicht gestattet. Der Spieler darf jedoch nach Regel 28 seinen Ball überall auf dem Platz für unspielbar erklären und gemäß dieser Regel verfahren, ausgenommen der Ball ist in einem Wasserhindernis. Ob sein Ball unspielbar ist unterliegt einzig und allein der Entscheidung des Spielers.

Festgesetzte Runde:

Die „festgesetzte Runde“ besteht aus den in richtiger Reihenfolge gespielten Löchern des Platzes. Es ist nicht gestattet die Löcher in abweichender Reihenfolge zu spielen, außer dies wird von der Spielleitung anderweitig bestimmt.

Haustiere und Hunde:

Die Mitnahme von Haustieren (Hunden) auf die Golfrunde ist nur Clubmitgliedern gestattet. Hunde sind auf dem Golfplatz immer an der kurzen Leine zu halten. Sollte das Haustier (Hund) von anderen Clubmitgliedern als störend oder als zu groß empfunden werden kann der Vorstand das Mitnehmen dieses Tieres auf den Platz jederzeit und ohne Angabe von Gründen untersagen.

Rauchen auf dem Golfplatz:

Raucher sind angehalten, immer einen Golf-Aschenbecher oder ein ähnliches Behältnis mitzuführen und dieses bei Bedarf auch zu benützen. Bei nachweislichem Verschmutzen des Platzes mit Zigarettenstummeln wird vom Club eine Reinigungspauschale in Höhe von € 35,– eingehoben.

Golfunterricht:

Nur die vom Club und der Betriebsgesellschaft autorisierten Golflehrer sind berechtigt, auf der Golfanlage bzw. auf den Golfübungsanlagen des Clubs Golfunterricht zu erteilen.

Den Anweisungen der Platzkontrolle ist immer und ausnahmslos Folge zu leisten. Wer gegen die Platzordnung verstößt wird von der Platzaufsicht ermahnt, bei schweren Verstößen des Platzes verwiesen. Mehrfache Missachtung der Platzordnung kann durch Vorstandsbeschluss mit geeigneten Sanktionen geahndet werden.

3) Etikette

Fahnenstangen behutsam auf das Grün legen, nicht werfen!

Beschädigung der Grüns und Vorgrüns durch Spikes, Trolleys und beim Bedienen der Fahnenstange vermeiden!

Divots zurücklegen!

Pitchmarken ausbessern!

Bunker einebnen!

Laut FORE! rufen, wenn die Flugbahn des Balles nicht mehr eingesehen werden kann!

Bekleidung:

Am Platz sind Tennishosen, Turnhosen, Denim Blue-Jeans, Männer-T-Shirts ohne Kragen sowie alle anderen Sportdressen, die nichts mit dem Golfsport zu tun haben, verboten.

Schuhe:

Auf dem Platz, dem Übungsgelände und der Drivingrange sind ausschließlich Golfschuhe mit weichen Spikes oder ohne Spikes sowie Turnschuhe erlaubt. Andere Arten von Fußbekleidung, insbesondere solche, die den Rasen schädigen, sind auf den angeführten Orten grundsätzlich nicht erlaubt.

Spiel-Vorrecht

Turnier- und Matchplayspieler haben immer Vorrang vor allen anderen Flights.

Wochentag: 2er- vor 3er- vor 4er-Flights.

Freitag, Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 4er- vor 3er- vor 2er-Flights.

Einzelspieler haben kein Vorrecht.

Unabhängig von einem etwaigen Vorrecht ist unaufgefordert durchspielen zu lassen, wenn die nächste Spielbahn frei ist und der nachfolgende Flight wartet.

Jedes Spiel über die volle Runde hat den Anspruch, dass ihm unaufgefordert Gelegenheit gegeben wird jedes andere Spiel über eine abgekürzte Runde zu überholen.

Bei großem Andrang werden Zweierflights und Einzelspieler am Start nicht zugelassen und von der Platzaufsicht zu Dreier- bzw. Viererflights zusammengelegt. Ausgenommen davon sind Matchplayspieler.

In einem Flight sind höchstens vier Personen zulässig, außer dies wird von der Spielleitung anderweitig bestimmt.

Den Anweisungen der Platzkontrolle ist immer und ausnahmslos Folge zu leisten. Wer gegen die Etikette verstößt wird von der Platzaufsicht ermahnt, bei schweren Verstößen des Platzes verwiesen. Mehrfache Missachtung der Etikette kann durch Vorstandsbeschluss mit geeigneten Sanktionen geahndet werden.

4) Allgemeines

Soziales Verhalten auf dem Golfplatz:

Alle Spieler haben auf dem Platz höflich und respektvoll miteinander umzugehen. Ordinäres, aggressives oder unnötig lärmendes Verhalten wird von der Platzaufsicht ermahnt und kann im Wiederholungsfall Sanktionen durch den Vorstand nach sich ziehen.

Grob fahrlässiges sowie vorsätzliches Gefährden anderer Golfspieler oder von Passanten wird vom Vorstand rigoros geahndet.

Das Verrichten der Notdurft auf dem Golfplatz außerhalb der dafür vorgesehenen WC-Anlagen ist strengstens untersagt.

Ausscheidungen mitgeführter Haustiere sind vom Haustierbesitzer unverzüglich und vollständig vom Golfplatz zu entfernen bzw. sofort zu entsorgen.

Hinweise:

Entfernungsangaben:

Weiße Entfernungsteller am Fairway: 150 Meter gemessen bis Grün-Anfang

Rote Entfernungsteller am Fairway: 100 Meter gemessen bis Grün-Anfang

Alle Entfernungsangaben auf den Scorekarten bzw. auf den Tafeln beim Abschlag sind gemessen bis Grün-Mitte.

Markierungen:

Out-Grenzen: Weiße Pflöcke und alle Außenzäune

Wasserhindernis: gelbe Pflöcke, gelbe Linien (falls vorhanden)

Seitliches Wasserhindernis: rote Pflöcke, rote Linien (falls vorhanden)

Wasserhindernisse, welche weder mit roten noch mit gelben Pflöcken markiert sind gelten als seitliche Wasserhindernisse (rot).

Boden in Ausbesserung (Ground Under Repair): Durch blaue Pflöcke, Absperrbänder und/oder weiße Einkreisungen gekennzeichnete Flächen.

5) Smartphones, Tablets etc.

Benutzung elektronischer Kommunikationsmittel:

Wird durch die Benutzung eines Telefons eine schwerwiegende Störung des Spielbetriebs verursacht (Benutzung während ein anderer Spieler sich auf seinen Schlag vorbereitet oder spielt), so kann dies als schwerwiegender Etiketteverstoß zur Disqualifikation nach Regel 33-7 führen.

Smartphones (Regel 14-3/18):

Die neue Entscheidung 14-3/18 bestätigt, dass der Spieler während einer festgesetzten Runde Wetterinformationen auf einem Smartphone ablesen darf, ohne damit gegen die Regeln zu verstoßen. Der Spieler darf sich also mit entsprechenden Apps regelkonform über ein Gewitter informieren oder davor warnen lassen. Smartphones können auch für die Entfernungsmessung benutzt werden, unter der Voraussetzung, dass keine Apps auf dem Gerät installiert sind, die einen Regelverstoß darstellen würden.